Unser Workflow
Jedes Projekt ist anders. Doch einmal angenommen, es gäbe ein Standard-Projekt – dann sähe so unser Standard-Workflow aus.
Um sicherzustellen, dass sowohl die funktionalen als auch die ästhetischen Anforderungen eures Projekts optimal erfüllt werden, arbeiten Design, Development und Redaktion in allen Phasen eng und koordiniert zusammen. Diese Vorgehensweise ermöglicht es uns, das Projekt von einer ersten Idee schrittweise zu einem fein abgestimmten Endergebnis zu entwickeln, wobei wir stets flexibel auf neue Anforderungen reagieren können.
Wie streng die Phasen voneinander getrennt sind, hängt vom Projektmodell ab. In agilen Projekten gehen sie fließend ineinander über, in Festpreis-Projekten steht zwischen den Phasen eine formale Abnahme. Damit die Zusammenarbeit zwischen beiden Teams gut funktioniert, sind alle Verantwortlichkeiten festgelegt und wir kommunizieren transparent in einer zentralen Plattform.
Phase 0 – »Onboarding«
Bevor die eigentliche Arbeit beginnt, richten wir das Projekt ein. Wir planen einen Kick-Off und sammeln alle Informationen und Daten ein, die wir von euch brauchen. Ihr bekommt Zugang zur Projektmanagement-Software, zu einem gemeinsamen Austauschordner für Dateien und zu relevanten Cloud-Dokumenten und Leitfäden. Intern legen wir u.a. Budgets je Angebotsposition an und reservieren die Kapazität im Team.
Phase 1 – »Planning«
In der ersten Phase legen wir die Grundlagen. Wir definieren die Projektziele und entwickeln daraus das Konzept: Informationsarchitektur, URL-Struktur, Seitentypen und die Wege, auf denen eure Nutzenden ans Ziel kommen. Wir planen dabei nach dem Mobile First– bzw. dem Content Out-Prinzip, leiten Struktur und Design also aus den Inhalten ab und nicht umgekehrt. Das ist entscheidend für die Barrierefreiheit und funktioniert auch dann, wenn noch nicht alle finalen Inhalte vorliegen.
Um unsere visuelle Vorstellung des Projekts zu kommunizieren, entwickeln wir parallel dazu das Look and Feel, also die Antwort auf die Frage, wie das Projekt aussieht und sich anfühlt. Wir legen Farben, Typografie, Formsprache und das Verhalten stilprägender Elemente verbindlich fest, gestalten aber noch keine fertigen Seiten.
Es ist verständlich, dass der Wunsch nach konkreten Layouts oft schon zu Beginn eines Projekts besteht. Das widerspricht jedoch dem Ansatz, ein digitales Projekt von grob nach fein zu entwickeln, und ist selten kosteneffizient. Solange nicht feststeht, welche technischen bzw. inhaltlichen Anforderungen bestehen, müsste ein vorzeitig erstelltes Design später ohnehin wieder angepasst werden. Das kostet Budget und führt regelmäßig zu Enttäuschung, weil sich früh präsentierte Entwürfe im weiteren Verlauf als unrealistisch herausstellen.
Deshalb gibt es in dieser Phase zwei Freigaben. Zuerst gebt ihr das Konzept frei. Damit steht fest, welche Seitentypen und inhaltlichen Bausteine es gibt, und wir können sie gestalterisch ausarbeiten. Ob wir dafür in einem Design-Tool arbeiten oder direkt im Browser, hängt von Projektgröße und Teamzusammensetzung ab. Die zweite Freigabe betrifft das Look and Feel und beendet die Planungsphase. Ab hier steht fest, in welchem Stil alle weiteren Situationen gelöst werden. Nicht jedes Detail ist zu diesem Zeitpunkt gestaltet, wohl aber genug, damit ihr den Gesamteindruck sicher beurteilen könnt. Wann das erreicht ist, hängt vom Projekt ab, aber auch von euch: davon, wie viel Erfahrung ihr mit digitalen Projekten habt, wie gut ihr von einzelnen Elementen auf das Gesamtbild schließen könnt und wie viel Vertrauen zwischen uns gewachsen ist. Je sicherer diese Grundlage ist, desto früher können wir in die Umsetzung gehen.
Phase 2 – »Building«
Mit der Freigabe des Look and Feel wechseln wir von der Planung in die Umsetzung und bauen das Projekt direkt im Browser. Dieser Ansatz, auch bekannt als Design by Code, ist äußerst zielführend, weil wir dadurch schneller sind und Änderungen ohne den Umweg über ein Design-Tool umsetzen können. Die noch offenen Detailsituationen gestalten wir im freigegebenen Stil parallel zur Umsetzung. Design und Development arbeiten in dieser Phase eng verzahnt.
Auch das Content Management System (CMS) wird in dieser Phase implementiert und alle beispielhaften Inhalte eingetragen. Zudem werden alle funktionalen Anforderungen wie Formulare, E-Commerce, Filter & Co. realisiert und ausführlich getestet. Die gesamte Entwicklung durchläuft daher in der Regel mehrere Schleifen.
Durch den browserbasierten Ansatz können wir automatisierte Testmöglichkeiten nutzen und das Projekt bereits während der Entstehung auf Performance, Suchmaschinenoptimierung und Barrierefreiheit testen. Projektpartner erhalten Zugriff auf den Testserver und können den Stand der Entwicklung transparent nachvollziehen.
Am Ende der Building-Phase steht das voll funktionsfähige Projekt. Es kann auf allen Geräten benutzt werden und erfüllt alle technischen und inhaltlichen Anforderungen. Visuell ist der Stil erkennbar, der Feinschliff fehlt allerdings noch. Diesen Stand nennen wir »Feature Complete«. Er ist nach Konzept und Look and Feel der dritte Abstimmungspunkt: Erst wenn ihr den funktionalen Umfang freigegeben habt, gehen wir in den Feinschliff.
Phase 3 – »Finishing«
Abschließend folgt die Finishing-Phase, in der die letzten, sehr feinen Optimierungen vorgenommen werden. Dies umfasst die detaillierte Ausgestaltung des Responsive Designs, die Integration von Animationen und Interaktionseffekten sowie das Testing auf verschiedenen Browsern, Displaygrößen und Geräten. Auch die Inhalte werden finalisiert und vollständig in die Website eingepflegt. Es werden Sicherheitsfeatures implementiert und Tracking-Tools sowie Datenschutzmaßnahmen integriert. Nach der abschließenden Überprüfung erfolgt die Freigabe für den Go-Live der Website.
Auch nach dem Go-Live werden noch Anpassungen und Optimierungen umgesetzt. Diese ergeben sich einerseits aus dem realen Nutzerverhalten oder technischen Updates. Andererseits gibt es Tätigkeiten, die erst nach der Onlinestellung durchgeführt werden können. Für eine dauerhafte Weiterentwicklung bzw. Betreuung des Projekts stehen wir gerne zur Verfügung.
Phase 4 – »Maintaining«
Wenn wir ein Projekt dauerhaft betreuen, schließt sich eine vierte Phase an. Diese beinhaltet laufende Arbeiten wie Updates und Erweiterungen, Monitoring, Backups, Weiterentwicklungen und die Reaktion auf neue technische oder rechtliche Anforderungen.