Zentrale Prüfstelle Prävention – Website Relaunch

Die ZPP zertifiziert im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen Präventionskurse und erkennt Qualifikationen an. Wir haben die Website konzipiert und gestaltet und als WordPress FSE-Projekt realisiert.

Screenshot des Projekts

Projektzeitraum

Unsere Aufgabe

Die Kooperationsgemeinschaft gesetzlicher Krankenkassen zur Zertifizierung von Präventionskursen und der geschäftsführende Verband (vdek) suchten eine Agentur für den Relaunch der ZPP-Website.

Ziel war eine moderne, barrierefreie, SEO-optimierte und technisch moderne WordPress-Website (FSE, Block Theme), die zielgruppengerecht informiert, einfache Orientierung bietet und die redaktionelle Pflege ohne Agenturabhängigkeit ermöglicht.

Im Kick-Off haben wir das komplexe Umfeld der Prüfstelle kennengelernt

Zum Projektbeginn haben wir in einem mehrstündigen Workshop gemeinsam mit dem vdek/ZPP-Team die Grundlagen für den Relaunch erarbeitet. Konkret wurden Ziele, Zielgruppen und Nutzungsszenarien besprochen. Die ZPP richtet sich an verschiedene Nutzergruppen – Kursanbieter:innen, Kursleitungen und Kassenmitarbeitende –, die jeweils unterschiedliche Informationen benötigen und in verschiedenen Rollen auf das IT-System zugreifen.

Eine Besonderheit im Projekt war die Stakeholder-Struktur: Neben dem vdek als geschäftsführendem Verband und der ZPP selbst war der technische Betreiber involviert. Konzeptionelle Entscheidungen mussten für die Krankenkassen der Kooperationsgemeinschaft nachvollziehbar dokumentiert werden was ein hohes Maß an schriftlicher Begründung und Abstimmung erforderte.

Konzeptionsdokument zu Zielgruppen aus dem Kick-Off-Workshop

Die Informationsarchitektur haben wir pyramidenförmig aufgebaut

In der nächsten Phase entwickelten wir die Konzeption mit einer pyramidenförmigen Informationsarchitektur: Auf der Startseite erhalten Nutzer:innen einen kompakten Überblick, detaillierte Informationen werden erst auf tieferliegenden Ebenen bereitgestellt. Dieser Ansatz reduziert die kognitive Belastung, verbessert die Auffindbarkeit und schafft erstmals zielgruppenspezifische Einstiege. Die Konzeptbegründung dokumentierten wir in einem separaten Dokument für die Kooperationsgemeinschaft.

In Folgeworkshops verfeinerten wir gemeinsam Navigation, Seitentypen und Module. Zwischen den Workshops hatte der Kunde zusätzliche Anforderungen formuliert, die wir in einen alternativen Konzept-Flow integrierten.

Dokumente zur Informationsarchitektur mit Sitemap, Navigationsbereichen und Inhaltstypen

Das Layout haben wir im bestehenden Corporate Design modernisiert

Ausgangspunkt für den Look der Seite war der bereits etablierte Farbcode der ZPP – ein System aus dunklen und hellen Grüntönen. Wir erweiterten die Palette um abgestufte Varianten und dokumentierten die Kontrastwerte jeder Farbkombination nach WCAG-Kriterien. Das Design sollte modern, seriös und vertrauenswürdig wirken – wir setzten daher auf eine helle Grundstimmung und runde Formen.

Zum Abschluss dieser Phase präsentierten wir das Konzept inklusive eines funktionalen CMS-Prototypen direkt in WordPress. Der Prototyp zeigte nicht nur die visuelle Gestaltung, sondern bereits Navigation, Seitentypen und redaktionelle Pflegbarkeit im Echtbetrieb.

Basis-Elemente des Look and Feels

Die FAQ haben wir als filterbaren Inhaltstyp in WordPress umgesetzt

Auf der bisherigen Website waren die FAQ aus dem IT-System eingebunden – bei Klick verließen Nutzer:innen die Seite und landeten im Portal mit abweichendem Design. Wir setzten die FAQ als eigenständigen Custom Post Type in WordPress um: strukturiert, zentral verwaltet und kontextbezogen auf relevanten Unterseiten ausspielbar. Für die FAQ-Übersichtsseite implementierten wir eine barrierefreie Kategorisierung mit Sprungmarken und reicherten die Inhalte mit JSON-LD als strukturierte Daten an.

Verschiedene Ansichten des FAQ-Bereichs im Frontend

Die WordPress-Umsetzung haben wir mit Full Site Editing realisiert

Für die technische Umsetzung haben wir auf WordPress mit Full Site Editing und unser WordPress Design System gesetzt. Patterns und Templates ermöglichen es dem ZPP-Team, Inhalte eigenständig zu pflegen – neue Unterseiten lassen sich ohne Agenturabhängigkeit aktualisieren.

Die Frontend-Entwicklung umfasste neben Standardkomponenten auch eine individuelle »Instant Search«-Funktion mit priorisierter FAQ-Ausgabe und individuellem Event-Tracking für Matomo.

Ein erheblicher Teil des Aufwands lag in der inhaltlichen Arbeit. Im Projektverlauf entschied der Kunde, dass deutlich mehr Inhalte auf der Website abgebildet werden sollten. Informationen, die zuvor nur als PDF-Downloads verfügbar waren, bereiteten wir redaktionell auf und integrierten sie in die Website. Das reduzierte einen bisherigen Medienbruch. Die Grundbefüllung aller Seiten übernahmen wir – so konnten wir sicherstellen, dass die Inhalte den Anforderungen an Konzept, Usability und Barrierefreiheit gerecht wurden.

Qualitätskontrolle und Go Live

Ende Juli übergaben wir die fertige Website. Nach schriftlicher Bestätigung der Barrierefreiheit folgte im Oktober der formale Projektabschluss und die Onlinestellung einer modernen, barrierefreien Website, die den Anforderungen einer bundesweiten Prüfinstanz gerecht wird. Angefangen bei der zielgruppenspezifischen Informationsarchitektur über die barrierefreie Umsetzung bis zur eigenständigen Pflegbarkeit durch den Kunden.

kulturbanause hat unsere Website komplett neu konzipiert und flexibel und kundenorientiert auf die gestellten Anforderungen reagiert. Verschiedene Nutzergruppen finden nun alle relevanten Informationen schnell und einfach. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

November 2025, Melanie Dold, Referatsleitung Zentrale Prüfstelle Prävention, vdek