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In diesem Photoshop Tutorial zeige ich eine einfache und schnelle Methode Fotoecken zu verbiegen und die gewölbten Fotos anschließend realistisch an die digitale Tapete zu kleben.

Das Tutorial ist mit Photoshop CS3 erstellt worden, lässt sich jedoch auch problemlos mit neueren Photoshop-Versionen nachvollziehen.

Schulungen von kulturbanause

Intensive Trainings mit hohem Praxisbezug.

Fotoecke hochbiegen

Öffnet das gewünschte Foto. Ich hab hier die Arbeitsfläche mit einem Karomuster gefüllt, um den perspektivischen Effekt zu verdeutlichen. Wandelt jetzt ggf. die Hintergrundebene in eine normale Ebene um (per Doppelklick in der Ebenenpalette), markiert anschließend alles (Strg + A) und kopiert es in die Zwischenablage (Strg + Shift + C).

Erstellt eine neue Datei. Hierbei sollten die Abmessungen etwas größer als die des Fotos sein, um uns einigen Spielraum für Hintergrund und Schatten zu geben. Als Hintergrundfarbe habe ich eine Holzstruktur gewählt.

Fügt nun die vorhin kopierten Inhalte wieder ein (Strg + V). Das Foto wird automatisch auf einer höheren Ebene angelegt. Um uns später die Gestaltung des Schattens zu erleichtern, duplizieren wir die Fotoebene (Rechtsklick > Ebene duplizieren), färben Sie schwarz ein (Strg + Linksklick auf die Miniaturansicht der entsprechenden Ebene in der Ebenenpalette und anschließend: Bearbeiten > Fläche füllen > Verwenden: Schwarz) und blenden sie durch einen Klick auf das Auge in der Ebenenpalette vorerst wieder aus

Nun beginnen wir das Foto mittels des Verkrümmen-Werkzeuges zu verzerren. Wählt dazu die Fotoebene aus und öffnet das Verkrümmen-Werkzeug (Bearbeiten > Transformieren > Verkrümmen). Über der Ebene wird nun ein Gitter eingeblendet. Mit gedrückter linker Maustaste auf einen Eckpunkt verzerren wir nun leicht die gewünschte Fotoecke und bestätigen die Transformation.

Als nächstes gestalten wir den Schatten des Fotos. Schaltet hierzu die Schatten-Ebene wieder sichtbar und wendet ebenfalls den Verkrümmen-Effekt an. Der Schatten muss nun entsprechend zur Stärke der Papierwölbung angepasst werden. Abschließend zeichnen wir den Schatten weich (Filter > Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner) und reduzieren die Deckraft der Ebene.

Um das Foto selbst farblich dem Licheinfall anzupassen, muss nun noch ein Glanz in der Wölbung ergänzt werden. Erstellt hierzu eine neue Ebene (Strg + Shift + N) oberhalb der Fotoebene. Diese Ebene füllen wir nun mit einem reflektierten Verlauf von Weiß zu Transparent im Bereich der gewünschten Reflexion und erstellen eine Schnittmaske dieser Ebene zur darunterliegenden (Rechtsklick auf die Ebene in der Ebenepalette > Schnittmaske erstellen). Der Glanz wird nun ausschließlich auf den Bereich der Fotoebene angewendet. Jetzt passen wir die Deckkraft unseren Bedürfnissen entsprechend an und dunkeln die Fotoebene ggf. mittels Gradation oder Farbton leicht ab.

Um die Papierstärke zu simulieren duplizieren wir nun noch einmal die Fotoebene, färben das Foto weiß ein und verschieben sie unter die eigentliche Fotoebene. Dann verschieben wir sie um einen Pixel nach unten. Hier muss ggf. manuell nachgebessert werden.

Tesafilmstreifen gestalten

Um das Foto nun noch realistisch an die Wand zu pappen brauchen wir natürlich noch den ein oder andern Tesafilmstreifen. Im Folgenden erkläre ich wie Ihr diesen schnell und einfach herstellt.

Zur besseren Übersicht im Dokument empfehle ich nun alle für das Foto relevanten Ebenen in einer Gruppe zu verpacken (alle Ebenen in der Ebenenpalette auswählen und Strg + G drücken). Nun erstellt Ihr auf einer neuen Ebene eine Auswahl in der Größe des gewünschten Tesafilmstreifen und füllt diesen mit einem sehr hellen Gelb.

Jetzt wählt Ihr den Radiergummi aus und stellt eine kleine Pinselspitze (hier 6 Pixel) mit maximaler Härte ein. Anschließend öffnet Ihr die Pinselpalette (Fenster > Pinsel) und übernehmt die Einstellungen aus nebenstehendem Screenshot oder passt Sie Euren Bedürfnissen an. Wichtig ist, dass der Abstand mindestens 100% beträgt.

Nun zieht Ihr mit gedrückter Shift-Taste den Radiergummi senkrecht entlang der Tesafilmkanten. Die Shift-Taste bewirkt hier, dass die Werkzeugspitze exakt auf einer Linie bewegt wird. So entsteht eine realistische Abrissrante am Tesafilm.

Um die Transparenz der Klebefolie zu simulieren dupliziert Ihr die Tesafilmebene und setzt die Deckkraft der ersten deutlich herab (hier 30%). Die duplizierte Ebene bearbeitet Ihr nun mit Hilfe eines weichen Radiergummies mit geringer Deckkraft. So erstellt Ihr einen individuellen Glanz auf Eurem Tesafilm. Abschließend fügt Ihr der unteren Tesafilmebene mittels Ebeneneffekt (doppelklick auf die Ebene in der Ebenenpalette) einen leichten Schlagschatten hinzu

Geschrieben von Jonas

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Jonas ist Gründer der Webdesign Agentur kulturbanause® und des kulturbanause® Blogs. Er übernimmt Projektleitung, Grafik sowie Frontend- und WordPress-Development und hat zahlreiche Fachbücher und Video-Trainings veröffentlicht. Als Dozent leitet er Schulungen und Workshops. Am liebsten beschäftigt er sich mit Projekten und Themen, die ihn gleichermaßen konzeptionell als auch gestalterisch und technisch fordern.

Seminare mit Jonas Hellwig anzeigenJonas Hellwig bei Xing

Feedback & Ergänzungen – 3 Kommentare

  1. Josef Schmitz
    schrieb am 09.01.2015 um 14:15 Uhr:

    Danke, das ist eine gute Erklärung. Der Glanz war das i-Tüpfelchen, das mir gefehlt hat.

    Für den Schatten blieb ich allerdings beim normalen Schlagschatteneffekt.

    Danke nochmal, Josef.

    Antworten
  2. NuarachManu
    schrieb am 04.09.2012 um 15:03 Uhr:

    Super, vielen Dank! Hat mir sehr geholfen

    Antworten
  3. anebstar
    schrieb am 07.01.2008 um 11:02 Uhr:

    Treffender kann man es nicht erklären!
    Sehr schön gemacht.

    Antworten

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